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Work & Travel in New Zealand

 
30Mai
2014

Last days in NZ

Das wars! Am 19.05 hieß es also Abschied nehmen von Wellington, was für die letzten 5 Wochen unser zu Hause war. Nachdem wir uns am Vorabend von Sarah, Nessa und Romain und Zacky verabschiedet haben, haben wir uns um halb 3 mit Franzi (Die wir beim Arbeiten auf dem Orchard getroffen haben) in Wellington an der Bushaltestelle getroffen. Naja, Franzi kam zwar erst um 3 (der Bus sollte um 2:50 fahren), aber letztendlich saßen wir alle im Nakedbus nach Napier. Die Fahrt dauerte ewig. Mit Zwischenstop in Palmerston North und Stau wegen einem Unfall sind wir um 9 endlich in Napier angekommen. Wir wurden von unseren Couchsurf-Hosts Kati und Will vom Bus abgeholt und auch Franzi wurde von dem Hostelbesitzer abgeholt. Kate und Will haben beide gerade ihre Uniabschlüsse als Ärzte gemacht und sind unglaublich beschäftigt. Eine Woche arbeiten (davon zwei Tage mit 16 Stunden), dann das Wochenende arbeiten, wieder eine Woche arbeiten mit zwei 16-Stunden Tagen und dann haben sie erst ein Wochenende frei. Macht also immer 72- und 56-Stunden im Wechsel. Nach ein bisschen Quatschen sind sie auch gleich ins Bett gegangen. Viel haben wir von ihnen nicht mitbekommen, da sie am nächsten Tag einen dieser 16-Stunden Tage hatten. Am nächsten Tag haben wir uns wieder mit Franzi in der Stadt getroffen und sind ein bisschen durch Napier gestrollt. Nachdem wir in der Stadt jagt auf Zitate an Hauswänden gemacht haben sind wir auf den Bluff Hill gelaufen, von dem man eine grandiose Aussicht auf die Hawke's Bay hat. Der Rückweg in die Stadt führte uns durch einen kleinen Park mit Wasserfall und am steinigen Strand entlang. Nach einem dicken Stück Kuchen und Eiskaffee sind wir langsam zu Kate und Will's Haus zurückgelaufen und haben zusammen Abendessen gemacht. Eigentlich wollten wir uns danach noch in eine Bar setzen, aber Franzi hatte ihren Pass nicht mit :D

     Art-Deco Stadtspaziergang riesige Palmen :O

     Schaukel aus altem Feuerwehrschlauch Spielekinder :) Aussicht vom Berg Elisabeth und Franzi

      Hawke's Bay

        der schöne neuseeländische Strand :)  

             Klavier mitten in der Stadt :) Baby Mandarine Brunnen, der nachts geleuchtet hat

Am 21.05 ging es weiter nach Gisborne. Wir dachten, Napier und Gisborne sind gar nicht so weit von einander entfernt, aber der Bus hat wieder ewig gebraucht und es war ganz schön kurvig.

In Gisborne angekommen fuhr uns der Busfahrer netterweise bis kurz vors Hostel, in dem wir 2 Nächte blieben. Sehr viel gab es in Gisborne nicht zu sehen und zu machen, aber wir haben, nachdem wir ordentlich ausgeschlafen haben, eine Mikrobrauerei besichtigt und die verschiedenen Biere probiert (umsonst!) und sind ein wenig am Strand langgebummelt.

         Bus Pause mit Calippo-Eis :) Brauerei Strand :)

        Abendlicht unser Zimmer :) noch schnell Zähne putzen und los geht's :D

Am nächsten Morgen hieß es früh raus! Gisborne kann von sich behaupten, dass es die erste Stadt der Welt ist, die morgens die Sonne aufgehen sieht. Um 7:05 fuhr unser Bus und es hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert, erstmal in die Stadt zu laufen. Erschöpft an der Bushaltestelle angekommen setzten wir uns in den Kleinbus, schauten uns den ersten Sonnenaufgang der Welt an und los ging's durch die Wallachei. Rechts, links, hoch runter. Die Strecke von Gisborne bis Whakatane war mehr eine Achterbahn-, als eine Busfahrt. In der Bay of Plenty ging es nach einer kleinen Pause zum Glück wieder mehr geradeaus. Nach einem Buswechsel in Rotorua sind wir gegen 3 Uhr Nachmittags in Tauranga angekommen. Unser Hostel allerdings war am Mt. Maunganui, was ungefähr 7km von Tauranga entfernt lag. Zufällig hat der Bus direkt vor unserem Hostel gehalten :). Das Hostel war sehr darauf orientiert, viele Arbeitende unter zu bringen und dementsprechend voll, hektisch und unordentlich war es. Das kleine Städtchen am „Mount“ haben wir in vollen Zügen genossen. Der Stand war wunderschön mit vielen Muscheln und einigen Surfern. In der Stadt gab es viele kleine Läden mit vielen kleinen schönen Dingen und vorallem viele Bars, Cafés und Restaurants. Abends waren wir im Kino und sind anschließend in eine schöne Bar mit Livemusik gegangen. Am Tag darauf haben wir den Mt. Maunganui erklommen und haben die Aussicht genossen! Kurz darauf joggten wir allerdings im Regen wieder runter und suchten Unterschlupf in der Pizza-Library. Die Pizza-Library, können wir guten Gewissens behaupten, ist eine der besten Pizzerien in Neuseeland und vorallem witzig gemacht und schön eingerichtet. Wir bestellten also 2 mal die Dschungelbuch und Franzi die Heiligtümer des Todes. Lecker, riesig und superdünn! Gegen späten Nachmittag sind wir nochmal nach Tauranga und haben uns ein bisschen die Stadt angeschaut und sind am Hafen entlang gelaufen.

erster Sonnenaufgang der Welt! :)unser schweres Gepäck...Gemütlicher Pub

Livemusikund das erste Videospiel der Welt!Da muss gleich erstmal ne Runde gespielt werden :D Surferauf geht's

hoch da!puuuuherste AussichtVon oben

Pizza Librarymjam mjam

in Tauranga Spiegelung am Westpac Gebäude Achtung Zug!

Am 25.05 mussten wir dann wieder früh aufstehen, weil unser Bus weiter nach Whitianga fuhr. Franzi haben wir am Abend bereits verabschiedet, da sie noch nach Taupo zum Skydiven und in's Northland wollte. Eigentlich wollte sie schon von Gisborne nach Taupo, aber zum Mt. Maunganui ist sie dann doch noch mit uns gekommen. Es war toll sie als lustige Gesellschaft bei uns zu haben :) Gegen 3 Uhr Nachmittags sind wir auf der Coromandel Peninsula angekommen. Das kleine Städtchen Whitianga liegt in der Nähe der berühmten Cathedral Cove und des Hot Water Beaches. Wir haben uns also an unserem Busfreien Tag Fahrräder ausgeliehen und sind mit noch einem anderen Traveller aus Deutschland zur Cathedral Cove gefahren. Erst mussten wir die Fähre über einen ca. 100 Meter breites Inlet am Meer nehmen und konnten dann von dem anderen Ufer bis in's 13 Kilometer entfernte Hahei fahren. Von dort aus mussten wir noch etwa 45 Minuten laufen, um zu den 2 Stränden zu gelangen, die durch einen riesigen Felsen getrennt sind. Durch den Felsen führt ein etwa 30 Meter langer und 10 Meter hoher, natürlich geformter Tunnel, der Cathedral Cove genannt wird. Wir haben relativ viel Zeit dort verbacht, weil es schön warm war und wir auch ins Wasser gesprungen sind. In der Zwischenzeit stieg das Wasser so hoch, dass am Hot Water Beach, zu dem wir nochmal etwa eine halbe Stunde hinfahren hätten müssen, die heiße Quelle am Strand schon vom Meer verschluckt wurde. Da es also keinen Sinn mehr gemacht hätte, dort hinzufahren, ging es wieder zurück Richtung Whitianga. Auf dem Weg sahen wir ein altes, großes Haus mit einem Schild „Wine and Pizza“. Wir hielten an und schauten mal herein. Freundlich wurden wir von dem Besitzer begrüßt und eine Tür weiter verwiesen. Zu den Liquerproben. „You want to get a little beschippst? Or rather hackendichte? But you don't want to end up falling in the ditch.“ brabbelte er uns mit seinen paar deutschen Wörtern voll. Sein lieblingswort war bisher übrigens "Lila Wachsmalstift". Er kannte sich wahrhaftig gut in der Gegend und mit ihrer Geschichte aus und konnte uns zu jedem Liquer erzählen, wie und was und wann und warum überhaupt. Er lästerte ein wenig über die ganzen „Weinkenner“, die 10 mal den gleichen Wein probieren und meinte, dass es doch viel interessanter ist, wenn hinter jedem Getränk eine eigene Geschichte steckt. Ob Kiwi, Tamarillo, Feijoa oder Manuka. Alles wird hier zu Liquer verarbeitet. Sogar Kräuterschnaps, Aquavit und Feijoa-Cider gab es. Alles selbstgemacht! Wir bedankten uns für die kostenlose Verkostung und fuhren (relativ gut sogar) weiter Richtung Whitianga.

       unser Hostel Strand in Whitianga los geht die Tour auf der Fähre 

      

       Cathedral Cove  

    eine Bucht weiter Das RestaurantLiqueur probieren :) Luca und Lukas

Wow, Auckland wir kommen. Wir waren wirklich lange, lange nicht mehr in Auckland. Es war bereits eine komische Stimmung, nach Auckland rein zu fahren und all' das zu sehen, was uns an die Ankunft hier in Neuseeland erinnert, nur mit dem Gedanken, dass wir Neuseeland wieder zu verlassen werden. Wir nisteten uns im Verandahs ein, dem wohl besten Hostel Aucklands! Schon mal ein Punkt, der Auckland viel angenehmer macht, als am Anfang. Wir erinnern uns nur ungern an das kalte, trostlose YHA in Auckland. Wegen dem ganzen Stress und Organisieren konnten wir Auckland am Anfang unserer Reise gar nicht wirklich genießen. Doch jetzt, da wir unser Auto schon verkauft haben, wollten wir Auckland einfach nur von seiner schönen Seite kennenlernen.

Am 28ten liefen wir auf den Mt. Eden, dem höchsten natürlichen Punkt in Auckland und verbrachten fast eine ganze Stunde, weil wir die Aussicht so genossen haben. Beeindruckend war auch der perfekt geformte, grasbewachsene Krater des längst erloschenen Vulkans. Zurück in Auckland City konnten wir es uns nicht verkneifen, auf den Skytower zu gehen. Oder eher mit dem Fahrstuhl zu fahren... Mit 328 Metern ist der Skytower das höchste Gebäude der südlichen Hemisphere. Die Aussicht war dementsprechend grandios. Zwar waren beide Kameraakkus fast leer, aber wir haben uns lange Zeit genommen, um die Bilder in unsere Köpfe zu prägen, während wir in Sitzsäcken auf der Aussichtplatform saßen und die Sonne untergehen sahen.

         Aussicht vom Mt, Eden - One Tree Hill Krater Krater

         Danke an Rike für die tolle Mütze :) ganz schön weit bis nach Hause...  Ausblick vom Skytower

          Harbour Bridge Auckland City

Am 29ten sind wir morgens noch einmal durch Ponsonby gestrollt, dem Stadtteil in dem unser Hostel ist. Es gab viele kleine schöne Lädchen an der Ponsonby Road. Später in der Stadt sind wir zur BNZ gegangen, um unser Konto aufzulösen. Grob schätzten wir, wieviel Neuseeländische Dollar wir noch brauchen würden und ließen uns den Rest in Australischen Dollar auszahlen. Schöööne Scheine haben die Aussies! Als wir nochmal ins Office gingen, saßen da zwei Mädels. Wir hatten sie schonmal an den Pancake Rocks getroffen, aber uns gegenseitig nicht wirklich erkannt. „Achja, wir sind ja zusammen nach Neuseeland geflogen“. Es stellte sich sogar heraus, dass die beiden am nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit und im gleichen Flieger wie wir nach Australien sitzen würden. Zufälle gibt’s! Lukas und Kati (beim Arbeiten auf dem Orchard kennen gelernt) hatten angekündigt, dass sie für 1 bis 2 Stunden in Auckland sein würden. Wir sind mit ihnen einen Kaffee trinken gegangen und haben ein bisschen Geschichten ausgetauscht. Ihr Auto, haben sie erzählt, ist mitten im längsten Tunnel von Auckland kaputt gegangen. Der Polizist, der sie erstmal aus dem Tunnel geholt hat, meinte, dass dies wohl nach der Harbour Bridge die schlechteste Stelle für eine Panne wäre. Die Armen :( Da können wir nur froh sein, dass unser Caldi gut durchgehalten hat. Abends sind wir dann noch in einer Kneipe ein letztes Bier trinken gegangen.

Lukas und Kati :) Skytower Skytower mit Highway Open Flair Aufkleber :D Ein letztes Bier in NZ...

30.05. Tief durchatmen. Letzter Tag in Neuseeland. Wir dachten uns, dass Frühstücken gehen eine gute Idee für den letzten Tag wäre. Es gab also Müsli mit Joghurt, Kiwi, Feijoa, Passionsfrucht, gebratener Banane und Birne und dazu frischer Saft und Kaffee. Unglaublich lecker! Um 14:45 holte uns ein Taxi vom Hostel ab. Es sollte angeblich nur 2$ mehr als der Airportshuttle kosten. Als der Fahrer dann aber öfter mal anhalten musste, weil das Automatikauto nicht mehr in höher als in den 2ten Gang wollte, wurde uns ein bisschen mulmig. Nach 5 mal anhalten und ca. 6 Kilometer fahrt bei 6000 u/min ging es auf ein mal wieder und wir kamen noch rechtzeitig am Flughafen an. So wurden aus 2$ mehr 20$ mehr, haben aber einen Rabatt bekommen :D Lukas musste dann noch seinen Rucksack in einem Sondergepäck-Raum abgeben, weil der Campingkocher ein wenig nach Gas roch. Die 2 vom Hinflug haben wir natürlich auch wieder getroffen. Nach einem letzten Neuseeländischen Sonnenuntergang gings auch schon los. Es gab erstaunlich leckeres Essen und die Filmmauswahl hat uns den Flug über sehr gut beschäftigt.

lecker Ein letzter Blick auf Auckland...die beiden Mädels die mit uns geflogen sinddie beiden Mädels die mit uns geflogen sindUnd rein in den Flieger... Mach's gut Neuseeland!

Da es ja quasi auf dem Rückweg nach Deutschland liegt, werden wir die nächsten 2 Wochen unseren Urlaub in Australien genießen. Ein paar Tage Sydney hier, Blue Mountains dort, hoch nach Byron Bay und dann geht's auch schon in die geliebte Heimat!

 

Wir blicken zurück auf eine der schönsten Zeiten, wenn nicht sogar DIE schönste Zeit in unserem Leben. Wir haben unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und haben eine Menge über uns und das Leben gelernt. Wir werden das Land der langen weißen Wolke und alle Leute, die wir auf unserer Reise getroffen haben, wirklich vermissen.

Cheers to friendship, cheers to all the beautiful places, cheers to New Zealand, a place we can definitely call home!

Tschau Neuseeland, es war schön mit dir!

  <3



 

19Mai
2014

North of South, South of North

Hey hey,

mal wieder Zeit für ein Update aus dem herbstlichen Neuseeland!

Nachdem wir also den wunderschönen Abel Tasman Track gemacht haben, haben wir uns erstmal für ein paar Nächte im Edens Edge Backpackers eingenistet, um uns ein bisschen zu erholen und zu schauen, wie es weiter geht. Wir haben wie immer viele nette Leute getroffen, unter anderem auch erstaunlich viele alte Ehepärchen, über die wir uns herrlich amüsieren konnten. Außerdem haben wir Bekanntschaft mit 3 Au-Pair Mädels gemacht, die gerade auf Südinsel-Erkundungstour waren und welche wir auf der Fähre zur Nordinsel dann wiedergetroffen haben.

Nachdem wir also ein bisschen dort rumgedümpelt sind und nicht so richtig was mit der Zeit anzufangen wussten, ging es dann erstmal wieder nach Nelson, um uns da noch ein bisschen was anzuschauen, was wir letztes Mal verpasst haben. So liefen wir zuerst zu einem kleinen Markt, wo Leute ihre alten Sachen verkauften, es aber auch frisches Obst und andere Leckerein gab. Danach ging's zum „Centre of New Zealand“, der Mittelpunkt des Landes, gelegen auf einem kleinen Hügel mit wunderschönem Blick auf Nelson und das Meer. Abends sind wir essen gegangen in der Stadt und haben das neuseeländische Bier und superleckeres Dessert genossen. 

     Centre Of NZ Walkway  Nelson :)  Nelson Elizabeth St :) Mjamm

Am nächsten Tag ging es dann in den Nelson Lakes National Park. Dieser ist ein 102,000 Hectar großer Nationalpark mit Buchenwald, Bergen, Flüssen und wunderschönen Seen. Nach einer langen kurvigen Fahrt endlich in St. Arnaud angekommen, haben wir uns erstmal zwei Tage auf einem der schönsten Doc-Campgrounds eingenistet. Er lag wunderschön gelegen an einem tollen See, umgeben von Bergen und es gab sogar eine Küche und Duschen, was für solche Campingplätze eher ungewöhnlich ist. Und unser Caldi hat uns mal wieder die beste Unterkunft geboten :-)

Am nächsten Tag wollten wir auf einen der Berge ringsherum und gingen erstmal in das Visitor-Centre, um uns ein bisschen zu informieren. Ein paar Leute, die wir auf dem Campground kennengelernt haben, kamen gerade von einer 2-Tages-Wanderung im National Park, die wohl sehr beeindruckend gewesen sein soll. Doch da wir ja gerade unsere mehrtages Tour hinter uns hatten, entschieden wir uns auf den Mt. Robert (1,421m) zu steigen. Wetter top, Lunch und Trinken eingepackt und los ging's. Vom Parkplatz aus ging es erstmal eine ganze Weile steil bergauf. Der Weg ging Zick-Zack förmig nach oben, nach rechts immer in ein kleines Waldstück hinein und nach links aus dem Wald hinaus mit Blick auf den See. Nachdem wir dann die Baumgrenze hinter uns gelassen haben war es nicht mehr weit bis nach oben. Von da aus und auch schon vorher hatten wir einen wunderschönen Blick auf das Land. Wir sahen überall Berge, links die St. Arnaud Range und zu unseren Füßen lag der Lake Rotoiti, der auch an unserem Campground liegt. Nach einer kleinen Rast oben ging es dann auch schon wieder nach unten. Wir erreichten eine kleine Hütte, in der wir unser Lunch gegessen haben und machten uns dann auf den Rückweg. Es ging einen kleinen Pfad bergab und nach 2 Geröllhängen, die wir überqueren mussten, waren wir auch schon wieder beim Parkplatz. Am Abend sind wir noch einmal zum See spaziert und haben uns den tollen Sternenhimmel angeschaut.

         aufwärts auf dem Mt. Robert der Weg

        Tolle AussichtPäuschen :)

          Lake Rotoiti:OMt. Robert

        Lake Rotoiti Dämmerung<3Sternenhimmel ♥morgens am See              

                         oh hallo !

Dieser 4 Stunden Walk auf den Mt. Robert war wirklich beeindruckend! Und auch da haben wir wieder gemerkt, dass in den ganzen Reiseführern viele „kleine und versteckte“ Sachen nicht drin stehen, die sich aber auf jeden Fall lohnen. Der Walk zählt für uns zumindest zu einen der besten „ein-paar-Stunden-Wanderungen“, die wir bis jetzt gemacht haben. Hier ein paar Eindrücke davon:

Am nächsten Tag fuhren wir dann über den Lewis Pass nach Hamner Springs. Auf dem Weg haben wir noch an einem Wasserfall angehalten, wovon es in Neuseeland ja kaum welche gibt... In Hamner angekommen haben wir uns in einem komischen Holiday Park eingenistet und am nächsten Tag ging es dann in eine Therme. Hamner Springs ist bekannt für seine Thermen, Spa's, Hotpools, Massagen und all sowas. Die Therme war draußen und hatte mehr als 10 verschiedene Pools, von warmen bis richtig heißem Wasser bis hin zu Sulphur Pools und Massage-Wasserfällen. Wir haben es richtig genossen und es war eine perfekte Entspannung!

                Herbst...

Danach machten wir uns auf den Weg nach Kaikoura. Die Fahrt war lang und wir kamen erst spät an, mussten noch einkaufen und wussten noch nicht wo wir schlafen, bis wir dann doch noch einen Campingplatz gefunden haben. Diese Holidayparks sind manchmal echt merkwürdig und unschön und voller riesengroßer Wohnmobilen... Wir wollten eigentlich am nächsten Tag den Kaikoura Peninsula Walkway komplett machen, da wir ihn als wir letztes Mal als wir dort waren nur zur Hälfte gelaufen sind. Leider hat das Wetter nicht so ganz mitgespielt und wir fuhren gleich weiter nach Blenheim, um dort in einem Hostel endlich mal wieder in unserem kuscheligen Zelt zu schlafen. Wir sind immernoch alte Sparfüchse ;-) Da aber Blenheim an sich eher uninteressant ist und wir in 2 Tagen die Fähre nach Wellington gebucht haben, sind wir nach Picton und haben uns dort in einem der bestbewerteten Hostels eingebucht und wurden nicht enttäuscht. War sehr entspannt dort und an einem der beiden Tage, hatten wir endlich Glück mit dem Wetter und machten einen kleinen Spaziergang auf einen bei Picton gelegenen Berg mit Blick auf die Marlborough Sounds und die kleine süße Stadt. Natürlich haben wir Lukas' neu erworbene „Guitarlele“ oder auch „Ukutarre“ mitgenommen und oben ein bisschen musiziert. Schade dass man ein Klavier nicht immer dabei haben kann...

                  Luk mit seiner Ukutarre :) Picton Marlborough Sounds alter Porsche!

Am 7. April sollte es dann wohl wieder auf die Nordinsel gehen. Wir konnten kaum glauben, dass unsere Zeit auf der Südinsel schon vorbei sein sollte. Aber wir haben wirklich fast alles gesehen dort. Das einzige was wir ausgelassen haben sind die Catlins, Invercargil, Steward Island und der Arthurs Pass. Aber man muss sich ja schließlich auch noch was für die nächste Reise aufheben, nicht wahr? ;-)

Die Fähre ging Mittags und es war leider wieder bewölkt und regnerisch. Und dank dem unglaublichem Wind hat es wieder mächtig geschaukelt... nach ein bisschen Ablenkung durch ein paar Folgen Breaking Bad musste ich dann doch raus frische Luft schnappen.

                                auf geht's!auf hoher See

In Wellington angekommen hat es mal wieder geregnet und geregnet... wie man das aus Welly eben so kennt.

Wir sind wieder zum Campingplatz in Porirua gefahren und blieben dort erstmal für ein paar Tage, um uns um Jobs zu kümmern. Wir wollten gerne was hier in der Stadt finden. Lukas hatte auch gleich am Anfang Glück und hat einen Job bei einer Landscaping Firma bekommen, wo er für einen Mitarbeiter eingesprungen ist, der gerade im Urlaub ist. Ich war noch länger auf der Suche und habe bei zahlreichen Cafe's und Restaurants meinen Lebenslauf abgegeben und wir sind bei Dauerregen durch die Stadt gelaufen. Leider ist es ohne einmal in einer Gastronomie gearbeitet zu haben ziemlich schwierig etwas zu finden und ich war dementsprechend deprimiert als sich niemand der gefühlten 100 Leute gemeldet hat und dieser blöde Regen einfach nicht aufhören wollte. Durch Franzi, die wir auf dem Orchard in Kurow kennengelernt haben, hab ich dann aber einen Job in einem Hotel als Housekeeper gefunden. Sie hat 6 Monate in Wellington gewohnt und hat auch in dem Hotel gearbeitet und dort gleich für mich nachgefragt. Lukas hat immer Montag bis Freitag von halb 8 bis 5 Uhr gearbeitet und ich arbeite im Rooster, also je nachdem wir ich eingeteilt bin, meißtens 4-5 Tage die Woche von halb 9 bis 3 Uhr ungefähr, je nachdem wie viel los ist. Wir haben beide super nette Arbeitskollegen. Bei Lukas sind es eher ältere aber sehr witzige Leute, die nach der Arbeit gerne mal ein Bierchen trinken und ausversehen mit einem Tennisball die Scheibe der Firma einwerfen :D Bei mir arbeiten noch ein paar andere Backpacker. Ein Mädchen aus Schweden, eine Brasilianerin und ein Australier und ein paar „Einheimische“. 

Und weil wir beide nicht die ganze Zeit auf dem Campingplatz wohnen wollten und die Hostels hier in Wellington viel zu teuer sind, haben wir uns nach einem Zimmer umgeschaut und gleich etwas gefunden. Wir wohnen jetzt in einem Haus, in dem die Besitzerin 3 Zimmer vermietet. Sarah, Anfang 30, ist total nett und es war kein Problem, dass wir nur ein paar Wochen bleiben und sie hatte sogar ein paar Möbel wie Bett, Schrank, etc. für uns. Das Haus liegt in Karori, einem Subburb von Wellington und ist ungefähr 20 Minuten mit Bus oder Auto von der Innenstadt entfernt. Aber wir bezahlen weniger als die Hälfte als in einem Hostel und es ist wunderschön hier und toll seine eigene Küche, Bad und vor allem sein eigenes Zimmer mit einem richtigen Bett zu haben. Nach uns sind noch 3 andere Leute hier eingezogen. Eine Frau aus Neuseeland und ein Pärchen, sie aus Irland und er aus Frankreich. Achso und Sarahs Hund wohnt auch hier :D Wir fühlen uns sehr wohl hier :-)

                   Wohnzimmer :)  Ausblick auf den Sonnenuntergang in Karori vom Balkon

Tja und da es jetzt feststand, dass wir die nächste Zeit in Wellington sind und dann nur noch knapp 2 Wochen in Neuseeland haben, wurde es auch langsam Zeit unseren Caldi in liebevolle Hände zu geben... Leicht fiel uns das nicht! Wir druckten Flyer aus, brachten sie in alle Hostels in der Stadt und stellten die Anzeige auf jegliche Internetseiten und in sämtlich Facebook Gruppen. Wir waren gar nicht so zuversichtlich, da die meißten Leute in Auckland ankommen und wenige in Wellington ein Auto kaufen. Wir wollten es gerne an einen Backpacker loswerden, da wir unseren ganzen Campingkrempel dann auch gleich mit verkaufen könnten. Aber schwupps hatten wir auch schon Interessenten. Ein deutsches Pärchen aus Napier wollte sich unseren Caldi gern mal anschauen und so trafen wir uns in der Mitte in Palmerston North und sie waren gleich begeistert und wir fuhren dann mit dem Bus nach Hause... Oh man, er fehlt uns ganz schön! Es ist so ungewohnt ohne Auto. In Wellington kommen wir aber ganz gut aus ohne. Die Busse fahren hier sehr gut und in Karori gibt es auch einen Supermarkt nicht weit entfernt von unserem Haus. Es war die beste Entscheidung ein Auto zu kaufen und wir sind superglücklich, dass Caldi uns überall sicher hingebracht hat, kein Unfall, kein Problem mit dem Auto an sich, und ein super Accomodation Provider :-) Aber es ist schon sehr entspannt, dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen, wie wir ihn loswerden und wir können dann ganz entspannt nach Auckland reisen.

                                      we will miss you!

Naja und so geht es dann also auch immer mit dem Bus zur Arbeit. Direkt vor unserem Haus ist eine Bushaltestelle, sehr praktisch. Wir haben und schon richtig eingewöhnt in Wellington, kennen uns langsam in der Stadt aus und sind froh bei dem Wetter hier ein schönes Dach über dem Kopf zu haben. Man merkt, dass der Herbst kommt. Es stürmt und regnet sehr oft, sodass man sich, wenn man einen freien Tag, gar nicht vor die Tür wagen möchte. Das Haus wackelt sogar manchmal, wenn es windet oder jemand die Treppe hoch oder runter läuft. Und wenn dann mal die Sonne scheint muss man es gleich genießen und so sind wir auch einmal auf den Johnston Hill gelaufen und hatten eine tolle Sicht auf Wellington und die Cook Strait.

                     Johnston Hill Aussicht Schmetterling

Die Zeit vergeht hier wie im Flug und dann war auch plötzlich schon Mai und mein Geburtstag. Ich hatte einen wunderschönen Tag. Wir mussten beide nicht arbeiten und so habe ich ein tolles Frühstück bekommen und dann haben wir uns mit Franzi, die aus Auckland herutergekommen ist, in der Stadt getroffen. Wir hörten erst einem Straßenmusiker (Graeme James) zu, der unglaublich schöne Musik macht, und waren anschließend Billiard spielen und Bowlen. Abends sind wir dann noch in ein paar Pubs gegangen :-) Und am nächsten Abend haben Lukas und ich dann mein Geburtstagsgeschenk eingelöst und sind zum KT Tunstall Konzert in Wellington gegangen. Es war soooo toll, super Musik, witziger Auftritt und eine klasse Frau :-)

mjam :) Graeme James <3 Die Franzi :) Bowling! whats up

Vorband: Estere KT Tunstall :) Kt Tunstall :) letzter Bus nach Hause...

Am nächsten Tag hat Lukas dann leider erfahren, dass sich die Landscaping-Firma aufgelöst, da es sich anscheinend nicht mehr rentiert hat und er konnte nun nicht mehr dort arbeiten. Es wären zwar sowieso nur noch 2 Tage gewesen, weil dann der Urlauber wiedergekommen wäre, aber es war sehr überraschend. Ungefähr 50 Leute sind plötzlich arbeitslos und sie hatten gerade erst 2 neue Leute eingestellt... Naja, er hat dann kurzfristig über eine Argentur in Wellington einen neuen Job gefunden, der allerdings nur für 3 Tage ist. Furniture Removal ist es, bei dem er Büros ausräumt und irgendwo anders wieder aufbaut. Von morgens um 7 bis abends um 8 war er unterwegs, also ein ziemlich langer Tag, aber schnell verdientes Geld. Ich hatte heute meinen letzten Arbeitstag.

Ansonsten haben wir hier die Zeit sehr genossen. Wir haben viel Breaking Bad geschaut wenn uns mal langweilig war, haben viele leckere Sachen gebacken und sind spazieren gegangen, sind auf den Mt. Victoria, oder haben uns mal mit ein paar Freunden von meiner Arbeit zum Essen getroffen. Eine nette und lustige Runde :-) Diese Stadt ist uns langsam sehr sympatisch geworden, obwohl wir uns auch freuen wieder ein bisschen Landschaft zu sehen. Neulich waren wir auch noch im Bodega (ein Pub in Wellington) bei einem Konzert von „The Jezabels“. Suuuuuper super super gut gewesen!!!

          Hefezopf Croissants Mt. Victoria Lookout :) Alex, Larissa und Franzi - all you can eat ribs :D :)

            Joel and Lorry Franz im Bodega :) The Jezabels!!! :) :)

Vor ein paar Tagen war Lukas, während ich arbeiten war, auf dem Makara Peak und ist ein Teil des Skyline Walkways bis zum Johnston Hill in Karori gelaufen. Es war endlich mal tolles Wetter und er hatte eine tolle Aussicht bis zur Südinsel, wo auf den Bergen des Marlborough Sounds schon Schnee lag! In der selben Gegend ist er heute auch den Mud-Cycle Trail gefahren. Schnell noch ein Fahrrad ausgeliehen und los ging's! Endlich mal wieder auf's Rad :-) Nach einer langen Fahrt bergauf, ging es danach schön schnell, kurvig, steil und matschig bergab. In Neuseeland gibt es ziemlich gute Mountainbike Strecken!

          Karori Windräder

          Poser fotogen :P auf geht's!

In weniger als 2 Wochen werden wir dieses wunderbare Land schon verlassen und dann geht’s ab nach Australien.

Gestern Abend hatten wir noch ein kleinen Abschiedsessen mit unseren Mitbewohnern, wo jeder was gekocht hat und jetzt warten wir auf den Bus nach Napier, wo wir schon Couchsurf-Hosts gefunden haben. Franzi wird uns ein Stückchen begleiten bis nach Gisborne. Danach geht es über Tauranga nach Coromandel und zurück nach Auckland.

                            yuuuuuuuum v.l. Zakki, Romain, Nessa, Elisabeth, John, Sarah

Die Tage sind gezählt...

Bis ganz bald!

31März
2014

Road Trippin' II + Abel Tasman Coast Track

Und da sind wir wieder :)

Am 13.3 ging es von Wanaka am Lake Hawea und Lake Wanaka entlang Richtung Westküste. Auf dem Weg dorthin mussten wir den Haast-Pass überqueren, auf dem die Straße manchmal eng und kurvig ist. Aber wir haben alles gemeistert. Kurz haben wir an den Fantail Falls angehalten. Allerdings hat es so geregnet, dass wir schnell weiter sind, um in Haast Village in einem kleinen Laden eine Tafel Schokolade gegen das schlechte Wetter zu kaufen. An der rauen Westküste angekommen, klarte der Himmel ein bisschen auf, so dass wir dann nochmal anhielten und uns die Wellen anschauten, die auf die Felsen schlugen. Abends am Lake Paringa mussten wir dann doch wieder unsere Plane am Auto spannen, um darunter (mit einem Teil unseres Schlafgestells als Tisch) Essen zu machen.

                     Steinmännchen an den Fantail Falls  Und noch mehr Steinmännchen Gates of Haast Begeisterung pur Regenbogen vorhanden, aber wo ist die Sonne?!

        Vorsicht: niemals den Lenker um 90° drehen Da ist der blaue Himmel wieder :) Wildwild West CoastVollkommen ausgerüstet   Wie soll das bloß wieder alles ins Auto passen?! Morgens am Lake Paringa

Auf zu den Gletschern! Also fuhren wir am nächsten Tag erstmal bis zum Lake Matheson. In dem vom Wind geschütztem See spiegeln sich die Südalpen inklusive Mount Cook nahezu perfekt, eins der beliebtesten Portkartenmotive. Zuerst sind wir zum Fox Glacier gefahren, um dort den Glacier Valley Walk zu machen, der bis an den Fuß des Gletschers führt. Viele Hinweisschilder warnten uns vor Flutwellen durch ins Wasser fallende Eisbrocken, Erdrutsche undundund. Wir leben noch. Selbiges haben wir übrigens dann auch am Franz Josef Glacier gemacht. Ähnlicher Walk, ähnlicher Gletscher. Leider haben wir von beiden Gletschern nur das untere Ende gesehen, was größtenteils mit Schutt überdeckt war. Weiter oben hinter der ersten Kuppe kommt das Eis dann besser zum Vorschein, aber dafür braucht man dann einen Helikopter oder einen Guide... Abends an einem Strand-Campingplatz konnten wir während dem Abendessen den Sonnenuntergang schauen. Sehr gelungen :-)

              Am Lake Matheson Fox Glacier Freund und Helfer Achtung, Welle

         Und der Franz Josef Glacier hach... :) da war sie auch schon wieder weg Am nächsten Morgen

Einen Tag später gings ab nach Hokitika, die Jade-Stadt. Dort waren wir nach einem kleinen Strandgang und rumlungern im gemütlichen und wunderschönen Hostel in der Fat Pipi Pizzeria eine super leckere Pizza essen. Katha hat sich die an der Westküste bekannte Whitebaitpizza bestellt, die voll mit kleinen Fischchen waren, die normalerweise als Beute für größere dienen. Yum! Nachdem wir uns also dann vollgefuttert hatten und uns noch was abpacken mussten, weil wir es gar nicht geschafft haben, sind wir in der Dunkelheit zu einer feuchten Steinwand gelaufen, an der tausende von kleinen Glühwürmchen hingen, die wie Sterne leuchteten und die wir bestaunten. Es war wunderschön anzusehen!

       Die Damen Fat Pipi Pizza und Ginger Beer ! die Glühwürmchen :) want some?

Morgens sind wir von einem orangen Himmel geweckt worden und es ist uns gelungen, noch bevor die Sonne aufging, einen Regenbogen einzufangen, der nur ein kleines Stück zwischen Meer und Wolken herausschaute. Das war dann also der zweite Regenbogen, den wir gesehen haben, ohne dass die Sonne geschienen hat. Nice! Auf dem Weg zu den Pancake Rocks in Punakaiki sahen wir einen Oldtimerrally und mussten kurz ein paar Fotos schießen. An den Pancake Rocks, die wirklich wie Pfannkuchen aufeinander geschichtet waren, sind wir einen kleinen Weg herunter gegangen, um dann eben diese Felsen zu bewundern. Aus Durchgängen, die unterm Wasser anfangen und 15 Meter über dem Wasser aufhören (Blowholes) kamen große Wasserfontänen, wenn Wellen das Wasser durch den Druck aus den Löchern geschossen haben. Wir haben uns lange dort aufgehalten, weil immer wieder große Wellen an die Felsen prallten, was wir uns lange angeschaut hatten. Außerdem haben wir endlich endlich Delfine gesehen. Die kleinen Hector-Delfine tummelten sich in den Wellen und spielten. Ein wenig nördlich sind wir danach den Truman Walk zu einer kleinen wilden Bucht herunter gelaufen und haben dort ein Weilchen verbracht. In Greymouth dann, wiederum ein wenig nördlicher sind wir in die Monteigh's Brauerei gegangen, um einige der Craft-Biere aus der kleinen Brauerei zu probieren. Ein Apple Cider, ein Radler, ein IPA (Indian Pale Ale), ein Pilsner, ein Lager und ein Stout wurden uns aufgetischt. Wir waren uns alle einig, dass das IPA von den 4 letzteren das Beste war, dass das Radler besser schmeckt als in Deutschland und der Apple Cider auch echt lecker und nicht so süß, wie man ihn sonst kennt, war. Am Abend haben wir auf einem Campingplatz wieder unsere Regenkonstruktion gebaut, uns darunter gesetzt, gegessen und erneut Monopoly im Kerzenlicht gespielt, Katha forderte eine Revanche...

Hostel direkt am Strand (nächster Morgen) schon wieder ein Regenbogen, obwohl die SOnne noch nicht aufgegangen war! Schnieke! Nur blöd, dass da noch ein Handtuch von uns hängt. keiner von denen kam an unsern Caldi ran oder doch?.. Immerhin ist das Einsteigen bei uns bequemer

Die Pancakerocks zum Reinbeißen :) Devil's Pool Blowhole in Action und nochmal In den Wellen da hinten haben die Hektor-Delfine getollt

             Am Strand :)  Poser!  Rein da! ...oder doch lieber nicht?

                         v.l.n.r. Apple-cider, IPA, Radler, Pils, Lager, Stout Monteigh's!!!!!!!!!!!! Gehe direkt in das Gefängnis!

Nachdem wir am nächsten Tag einen Spaziergang zu einer Robbenkolonie gemacht haben, sind wir über Westport zu der mit 110 Meter Länge längsten Hängebrücke Neuseelands gefahren. Auch wenn uns dafür 5$ abgezwackt wurden, konnten wir es nicht lassen, einmal darüber zu gehen. Es war ein bisschen wackelig, aber wir haben uns gut amüsiert!

                    am nächsten Morgen besuchte uns ein Weka  Robben in Sicht! weitweitweg Da sind sie :)

                           Kein Banksy? War er bestimmt doch...  110m über den Buller River

Am 18.3 sind wir dann von Motueka nach Takaka gefahren. Wir mussten hierbei über einen 700 Meter hohen Sattel. Das hoch und runter schalten und all' die Kurven waren ganz schön anstrengend... In der Nähe von Takaka liegen die Te Waikoropupu (Te Pupu) Springs, die mit 14000 l/Sekunde eine der größten Süßwasserquellen der Welt ist. Außerdem hielt sie bis 2011 den Rekord als durchsichtigstes Binnengewässer mit einer Sichtweite von 63 Metern. Mittlerweilse hat der Blue Lake, auch in der Tasman Region, diese mit einer Sichtweite von bis zu 80 Metern übertroffen. Etwa so klar, wie destilliertes Laborwasser. Da müssen wir dann wohl auch nochmal hin!

                          endlich oben angekommen Te Pupu Springs Und Unterwasser 63 Meter weit gucken soll man da können

                                     Leider durfte man nicht rein nochmal von oben Aus dem Wasser heraus geknipst

Nach diesem Naturwunder haben wir uns auf zum Farewell Spit gemacht, einem dünnen Streifen Land, der als Vogelschutzgebiet erklärt wurde und den nördlichsten Zipfel der Südinsel darstellt. Wir sind an der ruhigen, windstillen Innenseite losgelaufen und sind dann quer über den Streifen auf die raue und stürmische Außenseite gelaufen. Von da aus haben wir uns dann gegen den Wind zurück zum Auto gearbeitet. Eigentlich soll man an schönen Tagen den Mt. Taranaki auf der Nordinsel sehen, leider schien es aber auf der Nordinsel etwas bewölkt zu sein... Zurück in Takaka haben wir noch einen kleinen Trip zum Tata Beach und zu The Grove gemacht. Am Strand war leider Ebbe und ohne große Wellen macht das ganze sowieso keinen Spaß... The Grove war ein kurzer Weg durch schmale Felsspalten aus Carst zu einem Aussichtspunkt. Am tollsten fanden wir allerdings einen Baum, auf den man sich bequem setzten und legen konnte. Aber Katha? - Carsten haben wir immernoch nicht gefunden...

             Happy Birthday Jason! ganzschön windig! Wie gemütlich Bäume sein können Für all die Deutschen, die trotz des anschaulichen Bildes nicht wissen, was

Am Folgetag dann sind wir wieder zurück über den nervigen Sattel nach Kaiteriteri gefahren, um dort für 2 Stunden Kayaks auszuleihen. Nach einer kleinen Sicherheits- und Fahreinweisung ging's auch schon los auf's Meer. An felsigen Küstenwänden und goldenen Stränden sind wir bis zum Split Apple Rock gefahren, einem Felsen der aussieht, wie ein in der Mitte geteilter Apfel. Dort waren dann auch ein paar kleine Höhlen, in die man vorsichtig sein Kayak manövrieren konnte. Mit dem Wind sind wir dann wieder zurück zum Verleih und haben uns in's Edens Edge Backpackers eingemietet. Einem der schönsten Hostels bisher.

          Der Split Apple Rock Volle Fahrt voraus Päuschen am Strand von Kaiteriteri Abends im Edens Edge Lecker!

Von Motueka ging's dann nach Nelson, der sonnigsten (etwas größeren) Stadt Neuseelands. In Mapua, was auf dem Weg lag, haben wir einen Stopp gemacht, um am Hafen Fish 'n Chips zu essen. Wirklich lecker! In Nelson dann sind wir ein bisschen durch die Straßen geschlendert und haben uns die Stadt angeschaut.

Mit einigen Stopps am Queen Charlotte Sound in den Marlborough Sounds sind wir mit Katha nach Picton. Noch einen Kaffee bzw. Chai-Latte und dann war die Zeit zu 3. auch schon wieder vorbei. Sonst denkt man immer, die Zeit geht schnell um, aber wir haben so viele Sachen erlebt, dass es einem im Nachhinein wie 6 statt 3 Wochen vorkam. Eine kleine Träne verdrückt und dann war sie auch schon auf der Fähre. Katha hatte, wie wir erfahren haben eine super Zeit auf der Nordinsel und ist mittlerweile in Sydney angekommen.

                                         Am Queen Charlotte Sound Picton! Da steht schon die Fähre

Es war eine wunderbare Zeit! Es war aufregend und eine gute Abwechslung mal zu 3. zu reisen und wir haben in den 3 gemeinsamen Wochen so viele tolle Sachen erlebt, was das Ganze zu den besten Wochen unserer ganzen Neuseelandreise gemacht hat. Wir staunen noch jetzt über all' die schönen Orte dieses kleinen Fleckchen Erde, lachen über die lustigen Momente und Bilder (hier werden nicht alle veröffentlicht ;) ) und unser Caldi hat bewiesen, dass er auch mit 3 Travellern bestens klarkommt!

                                                                Das wird in die Geschichte eingehen! Zumindest in unsre

Da saßen wir dann also in Picton und wussten nicht richtig was zu tun. Wir hatten schon im Kopf, irgendwann den Abel Tasman Track zu machen, aber nichts konkretes bisher. Warum nicht? Also waren wir ein bisschen spontan, machten den Computer an, buchten die Campsites für in 2 Tagen und ab zurück nach Motueka! Noch einmal Suppe, Nudeln und Reis eingekauft und auf ging das Abenteuer.

Tag 1 (21.03., Marahau bis Anchorage, 12,4 km)

Wir ließen unseren Caldi am Parkplatz des Nationalparks traurig zurück, zogen unsere Rucksäcke auf und dann ging's auch schon los. Von Marahau führte uns der breite, gut ausgebaute Track durch eine durch Ebbe trockene Bucht und dann in den Wald. Hier ging es teilweise steil bergauf und bergab durch den Wald und an Felsen entlang. Wenn man nach rechts geschaut hat, hat man größtenteils das türkisblaue Meer glitzern sehen. Oft ging entweder der Hauptweg am oder auf dem Strand entlang oder ein kleiner Pfad führte bergab an die goldenen Strände. Das Wasser war glasklar und kaum kalt. Nach einigen Pausen und 12,4 km wandern sind wir in Anchorage angekommen. Erschöpft, mit Rückenschmerzen, aber glücklich, die erste Etappe überstanden zu haben, setzten wir uns erstmal hin und machten später essen. Kartoffellauchsuppe mit Toast :D

                      los gehts! noch 14km Motivation!!! Pferdchen!

               Mit Pack und Sack puh, anstrengend Mit solchen Aussichten wurden wir belohnt Am ersten Strand :)

                       Fast da, nurnoch da runter angekommen!

Tag 2 (22.03.,Anchorage bis Bark Bay, 12,1 km)

Nun ging es von Anchorage dann über eine nur bei Ebbe zu überquerende Bucht weiter bis Bark Bay. Im Prinzip blieb der Weg ähnlich wie am ersten Tag. Mal mehr und mal weniger bergig. Die Strände wurden ein bisschen weniger, aber dafür waren auch nicht so viele Menschen da, was die paar Strände, an denen man vorbeikam umso schöner machte.

In Bark Bay angekommen kamen wir auf einen Campground, auf dem auch eine Schulklasse war. Es war ein bisschen voll, aber wir fanden es super, dass Schulklassen hier einfach so in den Abel Tasman gehen. So Wandertage hätten wir auch gerne gehabt!

Auf den Campingplätzen haben wir dann 2 Münsteraner kennen gelernt, die immer auf den gleichen Plätzen am gleichen Tag waren. 

Tag 2!Weiter gehts! Steilomat Kunst? nur noch 6,4 Kilometer

Frisbee-Schild Wow! Swingbridges gab es auch! am 2ten Tag gings schon besser mit Marlborough Sounds im Hintergrund An der Sandfly Bay Weiter gehts! Wow! Klares Wasser :) Angekommen an der Bark Bay Unser Zeltchen!

Tag 3 (23.03., Bark Bay bis Awaroa, 11,4 km)

Schon wieder haben wir eine Ebbe-Abkürzung genommen. In dem Fluss, der trotzdem noch durchfloss, lebten in kleinen Löchern viele kleine Krebse. Sie sind immer 2-3 Meter vor einem in ihren Löchern verschwunden. Da musste Elisabeth wohl doch irgendwie ihre Krebs-Phobie bezwingen... („Die sehen aus wie Spinnen!!!“)

Und schon wieder haben wir die gleichen Leute getroffen, die wir auch die Etappen vorher trafen. Auch wenn man immer zu unterschiedlichen Zeiten losläuft, trifft man die selben Leute immer wieder. Man macht eine Pause und auf einmal laufen sie an einem vorbei. Oder andersrum. Abends am Awaroa Inlet bin ich mit Flipflops das Gras gelaufen und wurde von einer Wespe in den kleinen Zeh gestochen. Zum Glück hatten wir Autan Akut dabei, was das Ganze dann bis am Morgen wieder verschwinden lassen hat. - trotzdem vollkommen unnötig... Die Strecke war nicht ganz so lang wie die davor, aber etwas steiler, weswegen es ein bisschen länger gedauert hat.

Da durch! Einmal Eckig einmal stachelig Zeit zum Aufstehen! Unsere Mitläufer aus Münster Päuschen

Hauptnahrungsmittel: Möhren Selbst irgendwo im nirgendwo ist der Weg gut ausgebaut Aua... schwerer Rucki Höher gingen die Arme nicht Abends in Awaroa!

Tag 4 (24.03., Awaroa bis Whariwharangi, 13 km)

Am nächsten Morgen mussten wir warten, bis die Tide flach genug war, um das Awaroa Inlet zu überqueren. Einen Weg außen herum gab es nicht. Gegen 11:30 konnten wir dann rüber und machten uns auf den 13 Kilometer Weg nach Whariwharangi. Nach Totaranui (etwa 5,5 km) gab es dann nicht mehr so viele Leute, die nur einen Tag laufen waren und sich vom Water-Taxi abholen haben lassen. Keine Kayaks mehr, keine Cruizeships, keine Watertaxis. Endlich nicht mehr so viel los auf dem Wasser, sondern nur ein einsamer Blick auf das Meer. Auch waren auf dem Weg nicht mehr so viele Leute. Neben uns waren noch etwa 5 in die gleiche Richtung unterwegs, das war's dann aber auch. Auch wenn diese Etappe die längste, steilste und anstrengendste war, waren wir mittlerweile an den schweren Rucksack gewöhnt und auch an die langen Strecken. Immerhin bekommt man ja auch was für die Anstrengung! Zwischendurch machten wir an einer Kreuzung halt, versteckten unsere Rucksäcke im Gebüsch und machten uns auf einen 30 Minuten Umweg zum Seperation Point. An diesem Punkt treffen Tasman Bay und Golden Bay aufeinander. Leider waren nicht so viel Robben da, wie erwartet, aber die Sonne ging schon langsam unter und es war wunderschön. Und: wir hatten Schokolade!

Auf dem letzten Campingplatz war unser Zelt das einzige, also hatten wir alles für uns. Ein paar Leute waren noch in der Hütte am Campingplatz, aber viele waren auch da nicht.

      Wie im Dschungel Immer schön einer nach dem anderen Low-Tide Crossing :) Päuschen

      :)kann es schöner sein? (fast) am Seperation Point da runter?!

                           rechts Tasman Bay, links Golden Bay Die Sonne geht unter und wir sind immernoch nicht da...

Tag 5 (25.03., Whariwharangi bis Wainui, 5,5 km)

Die letzte Etappe nach Wainui nur 5.5 Kilometer lang, daher brauchten wir nur 1 ½ Stunden. Allerdings mussten wir unseren Bus um 11 Uhr kriegen, deswegen sind wir vorsichtshalber ein bisschen früher los. Es ging einen großen Berg hoch und den selben dann wieder herunter und letztendlich waren wir überpünktlich da und konnten uns noch ein bisschen von unserer 5-Tageswanderung erholen. Und schon wieder ging's über diesen verdammten Pass. Und das auch noch mit einem Bus, der gefahren ist, wie ein Irrer – da kann einem ja nur schlecht werden... Naja, unten auf der anderen Seite haben wir uns an der Kreuzung nach Marahau rauswerfen lassen und sind bis Marahau weiter getrampt. Ein Pärchen aus Schottland und Australien nahm uns hinten im Van mit zu unserem Auto.

Wir waren super froh über unsere Wanderung und vor Allem, dass das Wetter mit uns so super mitgespielt hat. Wir hatten nämlich keinen Tropfen Regen. Wow!

                      Awanui Bay Fast da! Da unten wartet der Bus

Jetzt sind wir wieder mal im Edens Edge Backpackers und fahren dann weiter in den Nelson Lakes Nationalpark und über Hanmer Springs nach Picton. Dann geht’s am 7. April wieder auf die Nordinsel. Wir müssen mal wieder arbeiten, mal schauen was so auf uns zu kommt.

Bis dahin, eure Abenteurer!

29März
2014

Road Trippin'

Am 28ten Februar sind wir nach Christchurch gefahren, um Katharina abzuholen. Es hat geregnet, wie aus Kübeln und wenn LKWs an uns vorbei gefahren sind, haben wir für 1 Sekunde nichts gesehen vor lauter Wasser auf der Scheibe. Perfektes Wetter, um in Neuseeland anzukommen... In Christchurch, oder auch „Chch“ genannt, ging's für Elisabeth noch kurz zum Friseur und dann an den Flughafen. Statt um 15:20 kam der Flug leider erst um 16:50 an und so warteten wir noch ein Weilchen länger, um dann eine total fertige und müde Katha aus dem Ausgang schlurfen zu sehen. Zu der Müdigkeit und dem langen Flug kam dann noch eine strenge Grenzkontrolle mit der Folge einer Geldstrafe für einen, im Rucksack vergessenen und nicht deklarierten Apfel... Wie auch immer, die Beiden Schwestern waren überglücklich sich wieder in die Arme nehmen zu können. Danach fuhren wir erstmal ins wunderschöne und gemütliche „Old Countryhouse“, duschen, essen und schlafen.

Mehr oder weniger ausgeschlafen ging's am nächsten Tag auf Stadterkundungstour. An der alten Straßenbahn lang, zur vom Erdbeben zerstörten Cathedral, in den botanischen Garten und vorbei an lustigen meditierenden Asiaten in die Container-Einkaufsgasse „Restart“. Lange hielten wir uns dann aber doch nicht auf, denn wir wollten es noch bis nach Akaroa auf der hügeligen Banks Peninsula schaffen, um da eine Nacht in einem Stargazer zu schlafen. Stargazer sind flache Hüttchen, gerade so groß, dass 2 Matratzen rein passen, mit einem zum Teil aus Glas gebauten Dach. Durch dieses kann man Nachts dann in die Sterne guckend einschlummern. Eigentlich darf man nur zu zweit drin schlafen. Aber ob ich nun im Auto geschlafen hätte oder im Stargazer hätte keinen Unterschied gemacht...

                   Kunst in Chch Die Cathedral Projekt einer Schulklasse  Nochmehr Kunst

             und nochmehr KunstBanksy ist überall!!!Endlich wieder vereint :) Achtung! Kleine Hunde Yummy Hashbrowns

              Dinge gibtsBanks Peninsulathehedas Superschafunser Stargazer

Den nächsten Morgen haben wir beim Frühstück am Hafen einen beobachtet, der Jetboard gefahren (oder auch geflogen) ist. Seltsame Erfindungen gibt’s auf der Welt. Zu lang zum erklären, wen es interessiert: Google erklärt, was ein Jetboard ist :P

                                                                    Jetboard

Mit Frühstück am Hafen meinen wir übrigens keine Rühreier, Nutellabrote und Kaffee, sondern Wasser, Milchpulver und Hafer... Naja, und 'ne Birne für die Vitamine! Nach unserem Gourmetfrühstück haben wir uns auf die lange, lange Reise von Akaroa nach Twizel gemacht. Nach 2 Runden „Ich packe meinen Koffer“ haben wir Katha auch mal hinters Lenkrad gelassen. Fürs erste Mal richtig gut, nur ein wenig links manchmal. Heile am Lake Tekapo angekommen, haben wir einen kurzen Stopp an der Church Of The Good Shepherd gemacht. Zum auf den Mt. John laufen war es uns ein bisschen spät, deshalb sind wir gemütlich hoch gefahren und haben die Aussicht genossen. Lake Pukaki war an dem Tag leider nicht ganz so grell wie letztes Mal, aber kurz mal aussteigen und staunen hat sich trotzdem gelohnt. Bei Menards angekommen wurden wir von Jason, Amy, Romy, Everett, Sami (aus Taiwan), Jackson und Rebecca (aus Kanada) begrüßt. Netterweise haben uns die Menards angeboten, auf unserer Durchreise 2 Nächte bei ihnen schlafen zu dürfen. Wir waren überglücklich über diese Möglichkeit und die Familie hat sich gefreut, dass wir nochmal vorbeigekommen sind und ein paar Tage bei ihnen waren. Menards, you're the best!!!

                                   Mount John hinterm Lake Tekapo yoga? :D Aussicht vom Mount John mit Regenbogen Lake Tekapo Village

                                      Superlocation Am Lake Pukaki Bei Menards :) Lizzy und Coey

Am nächsten Tag fuhren wir (etwas später als letzes Mal) wieder zum Mount Cook. Und auch wieder sind wir den Hooker Valley Walk gelaufen. Kea Point haben wir diesmal ausgelassen, da wir ein bisschen spät los sind. Das Wetter hat nicht so wirklich mitgespielt, wie wir erst dachten. Es hat immermal zwischen Nieselregen, Nebel, Graupel und Hagel gewechselt. „Das ist echt cool, auf dem Hooker Lake schwimmen sogar Eisschollen“, meinten wir zu Katha. Dass es sich aber innerhalb von 2 Wochen so verändert hat, hätten wir nicht gedacht. Statt 10-20 kleineren Schollen schwammen auf dem See unzählige kleine bis Lkw-große Eisbrocken. Aus dem nichts verschwanden dann auch einige Wolken und Mount Cook hat bis zur Spitze herausgeguckt. Als wir gerade zurückwollten fanden wir am See ein kleines Täschchen mit Passport, Kreditkarten, Geld, Führerschein, I-Pad, also allen wichtigen Sachen. Nachdem wir uns überlegt haben, wie wir die Besitzerin Margarete De Wijk aus Holland kontaktieren könnten, kam sie uns letztendlich auf dem Rückweg im Sprint entgegen und war überglücklich, ihre Wertsachen wieder zu haben. Sie hatte am nächsten Wochenende eine Kunstausstellung und hatte alle ihre Dokumente dafür auf dem I-Pad. Sie war sogar schon bis zum Village zurückgelaufen und hat da zum Glück vergeblich versucht, eine Brezel zu kaufen. Nach unserem gemeinsamen Rückweg sind wir noch zum Tasman-Gletscher gelaufen und haben gehofft, auf dem See wäre auch so viel Eis. Leider war keine einzige Scholle auf dem See.

                      Auf gehts! Mueller Glacier Lake mit Mt. Sefton im Hintergrund uhuhuh, Swingbridge! lecker Mittagessen :) Ein wenig mehr Eis als letztes Mal...

                          Und noch mehr!  Wer kann länger seinen Finger in das Eiskalte Wasser halten? und noch viel mehr Eis Superstein! Mount Cook kommt raus

                            Hagel? Schnee? Whatever Mit Margo auf dem Rückweg Die Keas machen sich an den Autos zu schaffen Tasman Glacier Lake De Krallerei

Nachdem wir uns am folgenden Tag von Menards verabschiedeten, ging's weiter mit Zwischenstöppen an den Clay-Cliffs (Steile Kreidefelsen irgendwo im nirgendwo) und den Dämmen des Waitaki-Rivers nach Kurow, um Katha „unseren“ Orchard zu zeigen. Wir wurden sogar von Fergus (einem der Söhne) „erwischt“ und haben kurz mit im gequatscht. In Glenmac durften wir mal wieder eine Nacht umsonst Schlafen und haben Robert (den Imker) nochmal wieder getroffen.

         Hier treffen sich Ohau Kanal und Pukaki KanalDie Clay Cliffs gemütlich noch mehr Clay Cliffs Hallo :)Clay Cliffs schon wiederDie Beiden

                                     Skate that thing Benmore Dam Frau Säule   Abends in Kurow

Weiter führte uns unsere Route dann nach Dunedin. An den Moeraki-Boulders vorbei, die Baldwin Street hoch und wieder runter, durch die Stadt gelaufen. Ihr kennt das ja alles schon. Hier trotzdem nochmal ein paar Bilder.

                                                   Moeraki mal wieder alle einmal drauf Baaaldwin Streeeeeeeet

Auf der Otago Peninsula haben wir 2 Nächte geschlafen. Am Tag dazwischen sind wir nochmal ausführlicher in Dunedin gewesen, sind zu einer Royal-Albatross-Kolonie an der Spitze der Halbinsel gefahren und waren zwei mal an der Sandfly-bay. Beim ersten mal haben wir viele Seerobben und einen Seelöwen gesehen, die sich am Strand gesonnt haben. Abends waren wir noch einmal da, um Pinguine zu beobachten, wir waren aber wahrscheinlich zur falschen Uhrzeit da. Denn den einzigen Pinguin, den wir gesehen haben lag tot am Strand... Ansonsten war die Bucht allerdings wunderschön und perfekt zum rumtollen in den Dünen!

Bilder gibt’s jetzt übrigens auch wieder von einer GoPro :)

          Am Meer in der Nacht Weiter gings nicht Sandfly Bay Perfektes Rad Perfektes Rad...fast

           Die Robben :) Royal Albatross und nochmal

                     große Schwingen au au au ab ins Wasser Einbein-Möve in der Ferne

                                 Seelööweder tote Pinguin Viewing Hide runter daa hüpf!

Der Tag danach war ein reiner Fahrtag. Von Dundin sind wir einmal quer über die Insel bis Te Anau gefahren. Wiederrum am nächsten Tag haben wir uns noch weiter bis Milford Sound hochgearbeitet und haben auf dem Weg einige Walks gemacht. Lake Mistletoe (äußerst beeindruckend...), Mirror Lakes, Lake Gunn und Marian Falls. Am Abend sind wir zurück zum Lake Gunn, um dort zu Schlafen. Nach einem schönen Sonnenuntergang und einer Runde Monopoly ging's ins Bett.

                   Beide am schlafen Lake Missletoe Schöni Mirror Laakes

     und nochmal MirrorSwing bridgeMarian Falls alles aufgebaut leggoa am Lake Gunn

     Vitamine!nicht! erlaubt! Monopoly Abendstimmung

Eins unserer Highlights war dann nach dem frühen Aufstehen eine Milford Sound Cruize. Am Südufer der Fjords sind wir an steilen Hängen und einer Robbenkolonie bis zum Meer gefahren, haben rumgedreht und sind am Nordufer, an einem Wasserfall entlang, wieder zum Hafen gefahren. Danach haben wir noch 2 kurze Walks gemacht und sind auch schon wieder zurück nach Te Anau gefahren. Dort genossen wir dann französische Crêpes. Und abends ging's auch schon weiter bis Queenstown, wo wir etwas außerhalb der Stadt am Lake Wakatipu geschlafen haben. Den folgenden Tag sind wir nach Queenstown rein, haben ein bisschen rumgebummelt und am Seeufer gesessen. Unter anderem haben wir auch noch das Highlight der Highlights in Neuseeland gebucht. Abends sind wir von unserem Stadtnahen Holidaypark nochmal ins nächtliche Queenstown, haben am Seeufer einem Klavierspieler und Loop-Station Violin/Bass/Gitarr-isten zugehört und sind mit Vorfreude auf den näcshten Tag in die ein oder andere Bar mit Billiard und Live Musik gehüpft.

             los gehts! Milford Sound mit Mitre Peak robbeeeen

            Der Walk am Milford Sound Milford Sound Highwaylecker Crêpes

                  Lake Wakatipu Caldi ist rammelvollalles kontrolliert

Morgens sind wir ganz aufgeregt aufgewacht und in die Stadt zum Treffpunkt gelaufen. Dort hat uns ein Kleinbus mit noch weiteren 4 Mutigen eingesammelt und auf das private Gelände am Shotover River Canyon gebracht. Einen kurzen Pfad ging es runter in ein kleines Häuschen und von da aus eine Treppe zur „Plattform“. Backwards(Ich) und Forwards(Elisabeth und Katha) haben wir uns nach jeweiligem Zögern und Zweifeln in die Tiefe gestürzt. Im Bauch hat sich während dem 60m tiefen freien Fall nah an der Felswand entlang alles sonst wohin gedreht und bewegt. Sanft, aber 150 km/h schnell wurde man von einem ca. 100 Meter langen Seil gefangen und 200 Meter lang durch den 120 Meter tiefen Canyon geschwungen. Nach dem Adrenalinkick und einer grandiosen Aussicht wurde man ausgependelt und dann von 20 Meter über dem Fluss wieder zur Plattform hochgezogen. Und weil es so ein super Angebot für einen 2. Sprung gab: gleich nochmal! Elisabeth und Katha sind Tandem Rückwärts gesprungen und ich „Pin Drop“, also gerade wie ein Kegel zur Seite von der Platform springen. Wir sind richtig stolz auf uns, dass wir uns überwunden haben, von einer Holzplattform einfach ins Nichts zu springen. Schon einen Tag später konnten wir uns kaum noch an das Gefühl vom freien Fall erinnern, haben aber noch ununterbrochen darüber geredet. Vielleicht müssen wir's einfach nochmal machen :)

           Canyon Swiiiing The Remarkables Bereit? und Hepp! und los

                 sie sträubt sich :D war garnicht so schlimm Freiiiiiiier Faaaaaaalllllllll  wo sind sie denn?

                         Die Platform interessant..

Naja, nach diesem Kick sind wir über eine abgelegene Landstraße nach Wanaka gefahren. Dort sind wir im Lake Hawea schwimmen gegangen und haben uns dann nach einer kleinen Stadtbummelei für 2 Nächte in einen schönen Holidaypark einquartiert. Katha hat es leider nicht mehr geschafft, einmal um den 141km² großen See zu laufen, was sie als Nachmittagsspaziergang vorhatte :D Von dort aus sind wir den Tag darauf in die Wanaka Puzzling World gefahren und haben uns von schiefen Räumen, verrückten Bildern und hinterherguckenden Gesichtern beeindrucken lassen. Leider haben wir danach eine Brauereitour um eine halbe Stunde verpasst und sind darauf hin wieder nach Wanaka, haben uns Disc-Golf Frisbees gemietet und haben eine Runde gespielt. Ist im Prinzip wie Golf, nur mit Frisbees als Bälle und Körbe als Löcher.

          was ist denn da falsch?! Blickwinkel 1 Blinkwinkel 2 easy peasy

            aua.. puuh, schwer!2 Wörter in einem Bild es geht runter discgolf spielen :)  Poow

So, wir teilen den Blogeintrag mal lieber in 2, damit ihr nicht so viel am Stück lesen müsst. Der nächste folgt!

Liebe Grüße aus Riwaka von Euren (diesmal 3) Reisenden